Archive - Februar 2016

1
Warum falle ich immer wieder auf dasselbe herein?
2
Irren ist menschlich
3
Illusionen und der Glaube zu wissen
4
Selbsterkenntnis – oder auch nicht
5
Eigenheit der Wahrnehmung
6
Selbst- oder Fremdbestimmung?
7
Die größten Irrtümer der Wissenschaft

Warum falle ich immer wieder auf dasselbe herein?

Deja vu? – Wenn es dir so vorkommt, als hättest Du etwas schon einmal oder mehrfach erlebt, woher kommt das?

Du kennst vielleicht Geschichten von Leuten, die in ihren Beziehungen mehrmals hintereinander an ähnliche Typen geraten sind, an Alkoholiker, Spieler, Gewalttätige, Betrüger und so weiter. Auch wenn es sich nicht um so extrem ausgeprägte Verhaltensmuster handelt, haben wir oft bestimmte Präferenzen von Typen, die wir in unserem Leben anziehen bzw. anziehend finden und uns daher auf sie einlassen.

Wie geht es Dir damit? Tauchen bei Dir auch bestimmte Lebenskonstellationen immer wieder in ähnlicher Form auf? Bist Du auch auf einen bestimmten Partner-Typus festgelegt, auf den Du anspringst? Hast Du auch immer wieder dieselben Fehler begangen? Bist Du immer wieder ähnlich von anderen behandelt und vielleicht ausgenutzt worden? Und hast Du Menschen und Situationen, die Dir begegneten, oft ähnlich wahrgenommen und beurteilt?

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Irren ist menschlich

„Der Einäugige ist König unter den Blinden.“

Was soll das heißen? Befinden sich nicht Wissenschaft, Religion, Politik und viele der in unserer Medienwelt hochgeschätzten Stars und Prominenten im Besitz von Recht, Wahrheit und Wissen? Und nehmen nicht viele Amts- und Würdenträger Recht und Wissen für sich in Anspruch? Wenn wir uns diesen anschließen und unterordnen, schließen wir dann nicht Irrtümer aus und sind somit quasi „auf der sicheren Seite“?

„Weiß ich denn etwa nicht genau, was ich denke, fühle und wahrnehme? Bin ich etwa nicht von so gesundem und klarem Verstand, daß ich ganz gut und fundiert beurteilen kann, was wahr oder falsch, gut oder böse ist? Doch, natürlich, ich bin doch nicht verrückt und irre!“ – Würdest Du nicht auch genau dieses von Dir behaupten?

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Illusionen und der Glaube zu wissen

„Ich glaube nur das, was ich sehe!“ – Der Glaube zu wissen ist der größte Irrtum der Menschen!

Was ist überhaupt Glaube? Was ist dagegen Wissen? Und was ist dann eine Illusion? Bestimmt meinst Du, ganz gut beurteilen zu können, was Du erlebst und wahrnimmst, richtig? Du glaubst, Dich darin nicht zu täuschen, oder?

So wie Dir geht es wohl den meisten Menschen. Ihr „Wissen“ beruht auf ihren subjektiven Eindrücken und die halten sie meist für ziemlich unzweifelhaft und daher also für geradezu objektiv. Eher selten stellen wir doch in Frage, was wir denken, fühlen und wahrnehmen.

Wie nahe sind wir damit aber an der tatsächlichen Wahrheit? Wer kann das wirklich beurteilen? Manchmal fühlt sich das, was wir glauben, wie ein festes Wissen an. Und manches vermeintliche Wissen stellt sich bei näherer Betrachtung lediglich als eingebrannte Glaubenssätze heraus. Was aber bedeutet das für uns?

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Selbsterkenntnis – oder auch nicht

„Zeige mir Deine Freunde und ich sage Dir, wer Du bist.“

Warum gibt es diesen Spruch? Und was drückt er aus? Warum sollte ich erst meine Freunde zeigen, um mein Wesen und meinen Charakter einschätzen zu lassen? Reicht es nicht, mich zu erleben und mir zuzuhören? Wird etwa an meiner Glaubwürdigkeit gezweifelt? Unerhört!

Ein ähnlicher Spruch lautet: „Nicht an ihren Worten, an ihren Taten/Früchten sollt ihr sie erkennen!“ Auch darin wird unserer Selbstdarstellung mißtraut. Stimmen denn unsere verbalen Äußerungen etwa nicht mit dem überein, wie wir sind? Aber halten wir denn nicht das, was wir nach außen zeigen, für unsere Identität, mit der wir uns auch identifizieren?

Der selbstbewußte Bayer etwa sagt ja: „I bin i und mir san mir!“ (Ich bin ich und wir sind wir). Er bekräftigt so mit voller Überzeugung seine Identität, genau das zu sein, wie er sich gibt, und dazu auch zu stehen. In der EDV kennt man das als „wysiwyg“-Prinzip (what you see is what you get). Aber widerspricht das nicht den Interpretationen oben? Ist der Mensch so? Wer hat nun Recht?

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Eigenheit der Wahrnehmung

„Du bist, was Du ißt“ oder auch „Du bist, was Du siehst und in Dir aufnimmst“ ?!

Warum identifizieren sich manche Menschen mit ihrer Nahrungsaufnahme? Warum ist das vielen Vegetariern oder Veganern so wichtig? Sie glauben vielfach, daß es etwas mit ihnen selbst macht, was sie an Nahrung in sich aufnehmen. Sie sehen sich damit sogar in einer Wechselbeziehung.

Solche Menschen verspüren oft ein Mitgefühl oder eine gewisse Mitverantwortung für ihre Nahrung. Ihnen ist das Schicksal der Lebewesen nicht gleichgültig, auf denen sie ihre eigene Existenz gründen. Sie fühlen sich mit ihrer belebten Umwelt verbunden und deshalb wirkt deren Schicksal auch auf sie selbst zurück. Geht es Dir in gewisser Weise ähnlich?

Ist das vielleicht alles Unsinn? Was, wenn nicht? Wenn diese Prinzipien für die Aufnahme von Nahrung gelten, warum dann nicht auch für alles Andere? Welche Rolle spielt dann unsere Entscheidung, was wir durch unsere eigene Wahrnehmung in uns aufnehmen?

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Selbst- oder Fremdbestimmung?

„Lebst Du schon selbst oder wirst Du noch gelebt?“

Wer oder was bestimmt eigentlich Dein Leben? Was würdest Du darauf antworten?:

  • meine Herkunftsfamilie: Mutter / Vater / Geschwister
  • meine eigene Familie: Mann / Frau / Kinder
  • mein Chef und/oder Arbeitgeber
  • mein Streben nach Gütern, Reichtum, Spaß und Vergnügen
  • mein Streben nach Liebe und/oder Anerkennung
  • mein Streben nach Sicherheit und eigener Familie

Wenn Du jetzt noch dazu notierst, wie stark Dich diese Personen oder Motive bestimmen, dann hast Du den ersten Schritt in Richtung Selbstbestimmung getan. Es dürfte sich für Dich auf jeden Fall lohnen, hier weiterzulesen.

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Die größten Irrtümer der Wissenschaft

Wissen-schaft oder Wissen-haft? Wozu neigen wir mit unseren etablierten Wissenschafts-Instituten mehr?

Geht es den Instituten und Institutionen noch um das Schaffen von Wissen oder vielmehr um das Festhalten, das Haben von und Haften an Wissen?

Die Wissenschaft hat eine lange Geschichte auf den verschiedenen Kontinenten, lange Zeit betrieben, geprägt und bestimmt von Medizinmännern, Priestern und Philosphen. Dabei wurde viel geschaffen, was manche als Wissen bezeichnen würden, viele heute aber als Aberglaube abtun.

Tatsächlich wurden etliche Behauptungen aus Entdeckungen früherer Zeiten später widerlegt, weil man dann über bessere Methoden der Forschung und Sammlung von Nachweisen verfügte. Eines blieb aber gleichwohl über die Jahrtausende bestehen: Wissenschaftler behaupteten zu allen Zeiten, im Besitz des Wissens zu sein. Hierzu eine Reihe der bedeutendsten Beispiele:

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