Die besten Tips zur Reflexion

Sagst Du etwa: „So viel und intensiv ich auch nachdenke, ich komme einfach nicht weiter!“ ??? – „Dann zeige ich Dir, wie Reflexion gelingt und effektiv wird!“

Geht es Dir auch oft so? Drehen sich Deine Gedanken dann immer im Kreis? Vielleicht verfolgen sie Dich sogar auch nachts? Würdest Du das nicht lieber abstellen? Du magst dann glauben, daß Du so viel reflektierst und diese Reflexion also folglich nichts bringt. Richtig? Es gibt dazu eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute zuerst? Okay:

  • Der oben beschriebene Zustand ist in Wirklichkeit gar keine Reflexion im eigentlichen Sinne. Richtige Reflexion würde ganz anders ablaufen und Ergebnisse wie Klarheit und Ordnung bringen. Es besteht also noch Hoffnung!

Und jetzt die schlechte Nachricht:

  • Richtige Reflexion benötigt und bringt Veränderungsimpulse. Sie braucht die Bereitschaft, den Willen und die Offenheit dazu. Erst dann wird sie auch wirksam (effektiv).

Bist Du dafür bereit? Dann mußt Du eigentlich nur noch wissen, wie es geht. Wenn Du das willst, dann lese hier weiter.

Ein Zauberwort: Veränderung

„Veränderungen sind gut, Hauptsache es bleibt dabei alles, wie es ist!“ heißt es in einem Cartoon. Und so kannst Du Dich das auch mal fragen: was bist Du zu ändern bereit oder gewillt? Und was nicht?

Lohnt sich Reflexion überhaupt, wenn die Bereitschaft für Veränderungen fehlt? Ich behaupte nein. Wozu sollte sie denn gut sein, wenn ich doch alles beim Alten belassen will? Schon der Ansatz einer richtigen Reflexion würde dann ohnehin scheitern. Reflexion dient schließlich nicht dazu, sich selbst nur zu bestätigen. Dafür geeignetere Begriff wären Reproduktion (Wiederherstellung), Reputation (gewinnbringende Berechnung) oder Konfirmation (Bekräftigung).

Wahrhaftige Reflexion hat nicht irgendeine Absicht oder ein bestimmtes Ziel im Visier. Sie ist vielmehr neutral und unabhängig von jedweden Bedürfnissen eigener Zielvorstellungen. Sie hält lediglich einen Spiegel vor, gleichgültig was da gespiegelt wird und ob dieses Spiegelbild einem gefällt oder nicht.

Willst Du also tatsächlich einen Blick in diesen Zauberspiegel werfen, der Dich selbst reflektiert mit allen Licht- und Schattenseiten, denn erfordert dies eine Veränderung Deiner Einstellung. Du stellst Dich quasi neben Dich und beobachtest Dich selbst von einer anderen Position aus. Das nennt man einen Perspektiven-Wechsel oder auch Wechsel auf die „Meta-Ebene“. Absichten und Emotionen streifst Du dabei ab und gewinnst dadurch die nötige Neutralität. Das ist der Zustand, der eine klarere Reflexion mit weniger Verzerrungen ermöglicht.

Probier es aus und trete mental einen Schritt neben Dich. Schau Dich aus dieser Perspektive an und laß Dir Zeit, Dich einfach wahrzunehmen. Das ist die Übung zur Reflexion.

Hilfestellung zum Wechsel der Perspektive

Wenn Dir dieser Schritt neben Dich schwer gelingt, sitzt wohl irgendetwas fest. Genau genommen sind das einfach alte Gewohnheiten und alte Muster, in denen wir festgefahren sind. Um diese zu überwinden, hilft ebenfalls nur Veränderung. Die geeignete Methode dazu ist, Gewohnheiten zu durchbrechen und es einfach anders zu machen.

Wenn sich z.B. das Getriebe um einen herum unaufhörlich weiterdreht und einen mitreißt, bedeutet der Durchbruch zur Veränderung „anhalten“, „Pause machen“, „Anker werfen“, „Auszeit nehmen“, „aussteigen“ oder auch „innehalten“. Das gilt sowohl für Aktivitäten wie auch für Gedanken und Gefühle. Du grenzt Dich von Deinen gewohnten Gedanken und Gefühlen am besten dadurch ab und steigst aus ihnen aus, indem Du Dir klar machst, daß Du nicht Deine Gedanken und Gefühle bist. Sie sind nur ein Teil von Dir aber nicht Du selbst komplett. Dann löst sich die vollständige Identifikation langsam und Du wirst freier und neutraler.

Aber wie erkennst Du den Unterschied zwischen den beiden Perspektiven, der des Ego auf der einen und der der Meta-Ebene auf der anderen Seite? Die passenden Wörter sind dafür „reflexartig“ und „reflektiert“. Die alten Muster mit den gewohnten Gedanken und Gefühlen bewirken eine reflexartige Reaktion. Sie kommt unvermittelt, schlagartig und drängt sich förmlich auf. Eine reflektierte Reaktion ist davon dagegen befreit und setzt gewöhnlich auch erst etwas zeitversetzt ein. Das ist der Hintergrund des Begriffs „innehalten“.

Selbstachtung: Das Ergebnis der Reflexion festhalten

Konventionelle Gedanken und Gefühle kommen und gehen permanent. Sie sind wie Strohfeuer, kurzlebig und schnell verpufft. Von einer guten Reflexion aber erwarten wir doch etwas anderes. Haben wir uns schon mal die Mühe gemacht, sind einen Schritt neben uns getreten und haben uns auf andere Gedanken gebracht, dann sollte sich dieser Aufwand doch auch lohnen.

Es gibt sicherlich verschiedene Methoden, einer Reflexion zu einer nachhaltigen Wirkung zu verhelfen. Sehr viel früher hat man oft noch Opfer dargebracht, um damit zu zeigen, daß sich der eigene Geisteszustand irreversibel verändert hat. Rituale in vielen Kulturen haben eine ähnliche Intention, Zustände wirkungsvoll zum Positiven zu verändern. Das sind generell emotionale und magische Werkzeuge.

Eine eher rationale und wohlstrukturierende Methode ist das Aufschreiben der Reflexion, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Dabei wird alles aufgeschrieben, was wichtig ist. Das beginnt mit den Fragen und endet mit Antworten und Beschlüssen. Der Vorteil einer solchen Aufzeichnung ist der, daß man sie nach einiger Zeit immer wieder anschauen und sich wieder erinnern und hinein vertiefen kann. Also: dokumentieren und aufheben! Damit gibst Du Deinem Entschluß zur Veränderung Kraft und Bestätigung.

Jetzt bist Du dran. Probier es aus. Schreibe auf, was passiert. Eine wichtige Rolle dabei spielen die richtigen Fragen. Mit ihnen führst Du Dich selbst. In den kommenden Blogs wirst Du dazu immer wieder gute Anregungen erhalten. Also bleib am Ball und stelle in Frage!

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