Keine Zeit zum Reflektieren?

Die vier Grundtypen der Getriebenheit: „Ich soll reflektieren? – Ich denke doch schon genug nach!“

Kommt Dir das etwa bekannt vor? Worüber machst Du Dir denn Gedanken? Du hast also möglicherweise das Gefühl, keine Zeit zum Reflektieren zu haben. Woran mag das wohl liegen? Ich nenne Dir mal vier Begriffe, die dafür verantwortlich sein können:
1) Hamster-Rad
2) Gedanken-Karussell
3) Manager-Syndrom
4) Problem-Krise

Welcher dieser Begriffe springt Dich an? Einer oder vielleicht sogar mehrere?

Mit dem einen oder anderen dieser Zustände kannst Du Dich also identifizieren. Dann stelle Dir doch noch die Frage, ob Du diesen Zustand begrüßt oder eher für belastend hältst. Unten kannst Du zu jedem dieser Begriffe nachlesen, was damit gemeint ist. Wenn Du den ein oder anderen Begriff als belastend für Dich identifiziert hast, dann bist Du hier genau richtig.

 

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung

Vielleicht war Dir bisher gar nicht bewußt, daß Dich etwas belastet. Du hast Dich möglicherweise in einem Zustand befunden, den Du für völlig normal gehalten hast. Das ist das beste Erkennungsmerkmal von Getriebenheit. Sie verhindert, daß man ihr auf die Schliche kommt. Doch wenn Du das einmal durchschaut und aufgedeckt hast, hast Du auch den Anfang vom Ende schon erreicht. Also Gratulation, denn jetzt kann es bergauf gehen!

Die erste Selbsterkenntnis, daß Du nämlich getrieben bist und daß dies kein schöner Zustand ist, ist gleichzeitig auch der erste Schritt der Reflexion. Dann bist Du also schon dabei im Veränderungsprozeß, so schnell und einfach geht das im Grunde. Jetzt brauchst Du eigentlich nur noch ein paar richtige Konsequenzen ziehen und dann befindest Du dich bereits mitten auf dem Weg der Besserung. Du wirst zunehmend den Zugang zum Reflektieren finden und das wird Dir weiterhelfen, indem es Dir die Augen weiter öffnet, siehe den Blog „Zeit zur Reflexion – wieso?“. Also zu welchem der vier genannten Typen tendierst Du?

 

Die vier Grundtypen der Getriebenheit

  • Hamster-Rad:
    Viele sind vom Leben getrieben und handeln wie in einem Hamster-Rad. Sie sind vom Leben und ihrem Umfeld so gefordert, daß da nicht die Zeit zum Nachdenken und Reflektieren bleibt, schon gar nicht über essentielle Lebensfragen. Die Gedanken sind darauf ausgerichtet, zu funktionieren, alles zu organisieren und zu bewältigen.
  • Gedanken-Karussell:
    In vielen dreht sich ohnehin ständig ein nicht enden wollendes Gedanken-Karussell. Dieses beschäftigt sie schon genug, so daß sie ungerne noch mehr Gedanken in tiefere Reflexionen investieren. Oft werden die Gedanken durch subtile Gefühle befeuert und das Karussell damit weiter angetrieben. Dabei bleibt es meist nicht bei einem Thema, sondern es springt impulsiv und spontan von einem zum anderen.
  • Manager-Syndrom:
    Viele dagegen sehen gar keinen Bedarf zur Reflexion. Bei ihnen herrscht das Manager-Syndrom, nach dem alles in bester Ordnung zu sein und gut zu laufen scheint. Sie bestimmen ihr Leben zielstrebig und effektiv und wollen sich darin selbst bestätigen. Sie setzen das um, was sie wollen, und allein dafür nutzen sie ihre Gedanken. Ihr Kopf arbeitet initiativ und produktiv anstatt reflektiv. Widerstände werden aus dem Weg geräumt und jeglicher Zweifel würde da nur stören.
  • Problem-Krise:
    Bei manchen herrschen Unordnung und Chaos. Sie stecken in einer Problem-Krise, die ihre ganze Aufmerksam fordert und absorbiert. Die Krisensituation, in der sie sich befinden, nimmt sie dann so vollständig ein, daß sie quasi an nichts anderes mehr denken können als daran, wie schlecht es ihnen wohl geht. Sie finden jedoch keinen Weg heraus.

 

Getriebenheit und Befreiung davon

„Ich hab aber doch keine Zeit!“ – dieses Argument steht auch nach der schönsten Selbsterkenntnis immer noch drohend und alles erschlagend im Raum. Ist das wirklich so? Na klar, das kennen wir alle: das Fahrwasser, in dem man steckt, läßt einen ungerne los. Also wie kann ich mich daraus befreien?

Mit dieser Frage steuern wir direkt auf die nächsten Schritte der Reflexion zu, die ich in weiteren Blogs erörtere:

  • Was behindert uns wirklich bei der Reflexion?
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Reflektieren?

Wenn Du Dich bereits ernsthaft mit der Frage beschäftigst, wie Du Dich aus der Getriebenheit befreien kannst, dann bist Du bereits mitten in der Reflexion und dem Prozeß der Lösung. Hier gilt der allbekannte Spruch „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Laß Dich einfach davon leiten, dann bist Du gut unterwegs.

Über den Author

ste

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Copyright © 2014. Powered by stylestore.de.