Konstellationen des Lebens

Lebenswege und Fragen dazu

Diverse Ereignisse auf unserem Lebensweg führen bisweilen dazu, daß wir beginnen, Fragen zum Leben zu stellen. Meist tritt dieser Fall dann ein, wenn es in unserem Leben nicht mehr so glatt läuft und wir uns nicht mehr auf einer nahezu fortwährenden Erfolgsspur der beruflichen Karriere und des privaten Beziehungsglücks bewegen. Oft fragen wir erst dann nach, was da vielleicht nicht ganz stimmt und paßt und ob wir uns überhaupt auf dem richtigen Weg befinden. Wie aber unser Leben grundsätzlich verläuft, zeigt modellhaft die folgende Grafik.

Lebenswege

Am Anfang jedes Lebens steht die Geburt wie auch der Tod an dessen Ende. Woher wir kommen und wohin wir gehen, ist den allermeisten von uns immer noch nicht klar. Wenige haben zumindest eine Ahnung davon oder glauben etwas, was ihnen darüber berichtet wurde oder sie irgendwo gelesen haben. Zwischen Geburt und Tod liegt nun jedenfalls das irdische Leben mit einer großen Auswahl an möglichen Wegen. Manche davon sind recht verschlungen und rauh und scheinen im dunklen Wald zu verlaufen, andere dagegen erscheinen eher glatt und gerade wie auf einer lichten, grünen Rasenfläche.

Welche Wege wir einschlagen, entscheiden letztlich immer wir selbst. Manche lassen zugegebenermaßen gerne andere über ihre Wege entscheiden oder werden scheinbar vom Schicksal auf bestimmte Wege getrieben und gezwungen. Letztlich sind aber auch das eigene Entscheidungen, ob wir über uns entscheiden und uns zwingen lassen und was wir dann daraus machen.

Häufig kommt es vor, daß unsere Wege immer wieder im Kreis verlaufen, indem wir immer wieder dieselben Entscheidungen an einer bestimmten Abzweigung treffen und daher immer wieder in dieselbe Richtung laufen. Dann sehen wir immer wieder dieselbe Umgebung und denselben Wegverlauf. Wir registrieren dabei vielleicht irgendwann, daß uns das alles bekannt vorkommt. Wir studieren dann den Weg genauer und lernen darüber, wie er sich verhält, welche Gesetzmäßigkeiten es darin gibt und welchen Weggefährten wir darin begegnen. Gerne begehen wir dann den bedeutenden Irrtum zu glauben, daß unser bekannter Weg mit all seinen Bedingungen, Eigenschaften, Vorkommnissen und Kreaturen der einzige auf der Welt sei und daß die ganze Welt daher so funktioniere wie wir das auf unserem Weg erfahren und gelernt haben.

Besonders spannend ist auf unserer Wanderschaft die Begegnung mit den anderen Kreaturen, insbesondere denen unserer eigenen Art. Nicht nur, daß es da den grundsätzlichen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen gibt, macht diese Begegnungen spannend. Aber schon allein diese Polarität der Andersartigkeit beschert uns oft viel Kopfzerbrechen aber auch Freude. Tatsächlich beschränken sich unsere Unterschiede aber nicht nur auf das Merkmal männlich-weiblich, wie wir bei genauerer Betrachtung feststellen dürfen. Die Menschen unterscheiden sich in vielen Merkmalen und es gibt dabei ganz bestimmte Richtungen von Typen und ganz bestimmte Rollen.

Wir begegnen vielen anderen Menschen auf unseren Wegen. Jeder von ihnen hat einen eigenen Weg hinter sich und diverse potentielle Wege vor sich. Jeder hat daher auch eine eigene Prägung durch seine ihm eigene Historie. Wir entscheiden nun, wie wir unserem Mitmenschen begegnen, wie nahe wir ihm kommen, wie intensiv wir uns mit ihm beschäftigen und austauschen, auf welchen Ebenen wir uns mit ihm austauschen und ob wir ein Stück des Weges mit ihm gemeinsam gehen. Wie weit der gemeinsame Weg geht, kann niemand voraussagen, denn jeder von uns hat stets die Freiheit, den eigenen Weg zu gehen. Das bedingt, daß sich die Wege auch wieder trennen können. Oft wird diese Trennung jedoch etwa auf Grund gesellschaftlicher Konventionen oder aus existentiellen Sicherheitsbedürfnissen heraus äußerlich nicht vollzogen.

Ein scheinbar glatter Weg äußerer Stabilität kann jedoch solch große innere Spannungen aufbauen, daß es irgendwann mal zu heftigen Entladungen kommen kann. Dann treten ungewollte Ereignisse ein, die den Frieden und die Harmonie stören, es kommt zu Auseinandersetzungen und Brüchen. Wir bezeichnen solche Ereignisse dann als Krisen, die in unserem Allgemeinverständnis etwas Negatives weil Unbequemes sind. Wir werden dadurch auf unserem gewohnten Weg gestört und vielleicht verstört oder sogar zerstört. Eine Krise ist in Wirklichkeit aber nichts anderes als eine Chance zur Veränderung. Wenn wir diese Chance wahrzunehmen versuchen, beginnen wir mit den essentiellen Fragestellungen, die uns zu neuen Erkenntnissen zu führen in der Lage sind.

 

 

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